Klavierkonzerte 2026 in Basel und St. Gallen

«Geistige Virtuosität» – so heisst der Titel der beiden Klavierkonzerte, die ich im Februar 2026 in Basel und St. Gallen gab. Dahinter verbirgt sich eine Art musikalischer Strömung, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts von Franz Liszt ausging. Nach vielen Jahren und unzähligen Reisen als Klaviervirtuose hatte Liszt den Virtuosenzirkus satt. Er wollte nicht mehr die immer gleichen Bravourstücke einem hungrigen Publikum darbieten. Er sehnte sich nach Tiefe. In seinen Kompositionen suchte er das «Geistige» in der Musik, den Gehalt, die Transzendenz. Inspiriert war er dabei vor allem von den späten Werken Ludwig van Beethovens. Meine beiden Konzerte zeichneten diese Entwicklung nach. Auf dem Programm standen diese Werke:

Sigismund Thalberg: Grande Fantaisie et Variations pour le Piano-Forte sur des motifs de l’Opéra Norma de Bellini Opus 12
Ludwig van Beethoven: Klaviersonate in E-Dur Opus 109
Bernhard Ruchti: Aus den «Songs of The Wind»: Nr. 1 und 2
Franz Liszt: Erste Ungarische Rhapsodie

Zweimal hatte ich ein wunderbares Publikum und blicke sehr dankbar auf diese Konzert zurück. Insbesondere erwähnen möchte ich den Einführungs-Vortrag, den ich am Vorabend des St. Galler Konzerts hielt. Es erfüllt mich stets mit besonderer Befriedigung, meine Begeisterung für die Hintergründe von Musik und die Geschichte von musikalischen Werken mit anderen Menschen teilen zu können.

Fotos vom St. Galler Konzert: stgallerbild.ch