Uraufführung von "Auf die Tiefe: ein irdisch' Fahrtenlied (De Profundis)"

Im Rahmen der "Laurenzen Konzerte" fand am 7. September 2018 die Uraufführung meines Chorwerkes "Auf die Tiefe: ein irdisch' Fahrtenlied (De Profundis)" statt. Das Stück ist für gemischten Chor, Vokalensemble sowie Instrumentalensemble geschrieben: Solo-Violine, 2 Hörner, Kontrabass, Perkussion und Orgel. Das Stück entstand aus Anlass des 500-Jahre-Jubiläums der Reformation und knüpft an die uralte Psalmentradition an. Textgrundlage ist eine moderne Aufnahme des berühmten Psalms 130 "De Profundis", die der luxemburgische Schriftsteller Bernd Marcel Gonner auf meine Bitte hin gedichtet hat. Aus dem traditionellen Busspsalm ist in seiner Sprache ein eigenständiges, wildes, zärtliches und sehr freies Lied an jene Dimension geworden, die das Leben jedes Menschen in irgendeiner Form prägt.

 

Konzertchor St. Gallen

Ursina Leuenberger, Sopran; Maja Hermann, Alt; Jens Weber, Tenor; Bernhard Bichler, Bass

Elisabeth Kohler, Violine; Grigori Katz, Kontrabass; Sebastian Schindler und Brigitte Halter, Horn; Hans Peter Völkle, Pauken und Perkussion; Bernhard Ruchti, Orgel

Dirigent: Roman Digion

 

Konzertkritik von Bettina Kugler

Vorschau in den "Saiten - Ostschweizer Kulturmagazin" 

Vorschau im St. Galler Tagblatt 

 

Fotos ©  Augustin Saleem



Beethoven A Tempo ist online!

Die erste Veröffentlichung im Rahmen meines "A Tempo Projektes" ist online! Zwei Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven, gespielt in Anlehnung an die von Carl Czerny überlieferten Metronomzahlen: meines Wissens die erste Einspielung dieser Art überhaupt. Die Sonaten werden verbunden mit Hintergrundinformationen und Einblicken in die Interpretations- und Forschungswerkstatt in Deutsch und Englisch.

 

Mein Aufnahmeteam mit Cornelius Claudio Kreusch, Hans-Martin Buff und Christopher Link hat grossartige Arbeit geleistet. Und ich bin vor allem gespannt auf die hoffentlich einsetzende Diskussion über dieses enorm faszinierende Thema - ein Thema, das letztlich einen neuen Beethoven zutage fördert.

 

Hier geht's zu den Videos!



«so oder so ist das Leben»

Jacques Brel und Hildegard Knef: beide in den 20er Jahren geboren, der eine ein Riese des französischen Chansons, die andere eine der beiden grossen Diven Deutschlands. Sie beide und ihre Lieder stehen im Mittelpunkt des Chanson-Programms «so oder so ist das Leben» mit Regine Weingart und mir. Das Theater Parfin de Siècle schafft den idealen Rahmen für die Intimität dieser Musik über das Leben und die Liebe, über Scheitern und Gelingen. Während die Lieder der Knef vor allem auch durch die Unmittelbarkeit der Darbietung bestechen, zählen Brels Chansons textlich und musikalisch zum brillantesten, was es in dieser Gattung gibt. "Ne me quitte pas", "La Chanson des Vieux Amants", "Für mich soll's rote Rosen regnen" und viele andere sind in «so oder so ist das Leben» live zu erleben!

 

www.parfindesiecle.ch

Vorschau St. Galler Tagblatt

"So oder so eine brillante Vorstellung" (St. Galler Nachrichten)

"Der Reiz dorniger Rosen" (St. Galler Tagblatt)

 



New Release: Echoes from Chrysospilia

Es ist soweit und mein neues Album "Echoes from Chrysospilia" ist ab sofort erhältlich! Die Platte wurde in St. Laurenzen aufgenommen und enthält neue Orgel- und Klaviermusik von mir sowie ein beeindruckendes Orgelwerk aus Franz Liszts letzter Schaffensphase. 

 

Das Aufnahmeteam mit Cornelius Claudio Kreusch, Hans-Martin Buff und Ed Reed hat grossartige Arbeit geleistet und einen vollen, warmen und zugleich transparenten Sound kreiert, und die Bilder von Andi Dietrich sind kleine Meisterwerke, die bereits optisch in die Welt der Musik hineinführen.

 

Nähere Informationen mit Bestellmöglichkeit gibt's hier.

... und hier geht's direkt zum Download auf iTunes.

 



1. Klassik & Crossover Festival in Ottobrunn

Die Bandbreite verschiedener Stile dem Publikum abwechslungsreich zu vermitteln – das ist ein Ziel dieses Festivals im Rahmen der Ottobrunner Konzerte. Mein Programm enthielt „Ouessant“ und „Echoes from Chrysospilia“ von meinem neuen Album sowie das zauberhafte „Recueillement“ von Franz Liszt aus „Liszt & The Black Hills“. Ein toller Abend mit einem tollen Publikum!

 

Fotos: Klaus-Reiner Blümel / Ottobrunner Konzerte.

www.ottobrunner-konzerte.com



Förderpreis Kultur 2017 der Stadt St. Gallen

Einer der diesjährigen Förderpreise für Kultur der Stadt St. Gallen geht an mich - eine grosse Freude, eine grosse Ehre und ein grosser Ansporn!

 

Die offizielle Preisverleihung wird im Rahmen einer öffentlichen Feier am Montag, 13. November 2017, um 18.00 Uhr im Palace in St. Gallen stattfinden.

 

www.saiten.ch

 

www.tagblatt.ch

 

Foto: Andi Dietrich
Foto: Andi Dietrich


Beethoven A Tempo

Die Musik ist eine Kunst, die sich in der Zeit abspielt. Die Frage nach der Zeit, der Dauer und dem Tempo eines Musikstückes ist zentral und kann den Charakter eines Werkes ganz unterschiedlich zur Geltung bringen. Eine noch junge Forschung beschäftigt sich mit den Tempi in klassischer Musik und fragt danach, wie das Tempoverständnis zu der Zeit aussah, in der die Werke komponiert wurden. Erstaunliches, Überraschendes kommt dabei zum Vorschein.

 

Beethovens Cello-Sonate in g-moll steht im Zentrum dieses Mittagskonzertes. Esther Saladin und ich interpretieren sie so, wie es  Quellen aus dem Umfeld von Beethoven nahelegen. Heutige Hörgewohnheiten werden in Frage gestellt, und es ist erstaunlich, wie Beethovens Meisterwerk an Dramatik und Ausdruck gewinnt…

 

Kirche St. Laurenzen, Mittwoch, 3. Mai 2017, 12:15 Uhr

Foto: Heidy Lang
Foto: Heidy Lang


Vesper mit Erstaufführung von "Echos von Chrysospilia"

"Echos von Chrysospilia" (Αντίλαλοι της Χρυσοσπηλιάς) heisst das Klavierstück, das ich in dieser Vesper zum ersten Mal vollständig öffentlich spiele. Das rund 17minütige Werk entstand 2016 und wurde durch eine heute unzugängliche antike Initiationshöhle auf einer griechischen Kykladeninsel inspiriert. Wie die dortige Landschaft besitzt es manche Rauheiten und gipfelt in einem beinahe unendlich langsamen, fast trance-artigen Mittelteil. Die Texte, die Hansruedi Felix liest, sind dem „Song of Waitaha“ entnommen, einem Schöpfungs- und Sagenkomplex neuseeländischer Ureinwohner, der vor nicht langer Zeit von den Ältesten und Weisen der entsprechenden Stämme der Öffentlichkeit übergeben wurde.

 

Freitag, 3. März 2017, 18:00 Uhr

Kirche St. Laurenzen, St. Gallen

 

Ein altes Bild aus der Chrysospilia-Höhle
Ein altes Bild aus der Chrysospilia-Höhle


Vesper mit Carl Philipp Emanuel Bach und Matthias Claudius

Zu seiner Zeit war er viel berühmter als sein Vater und einer der führenden Komponisten und Clavierspieler: Carl Philipp Emanuel Bach, der "grosse Fantast", wie er sich selbst bezeichnete, ein begnadeter Improvisator, der in seiner Klaviermusik neue Wege ging, die barocke Form aufbrach und eine harmonische Freiheit kannte, die die Wiener Klassik nie erreichte und an die erst wieder das revolutionäre 19. Jahrhundert um Liszt und Wagner anschloss. Einige seiner späten Fantasien und Rondos sind in dieser Vesper zu hören, zusammen mit der volksliedhaften Lyrik von Matthias Claudius, der Bach in Berlin selbst erlebt und sich sehr bewundernd über sein Spiel geäussert hat.

 

Freitag, 10. Februar 2017, 18:00 Uhr

Kirche St. Laurenzen, St. Gallen

Carl Philipp Emanuel Bach
Carl Philipp Emanuel Bach
Matthias Claudius
Matthias Claudius


3. St. Galler Stummfilm-Konzerte mit: "Die Abenteuer des Prinzen Achmed"

Er ist eine Rarität des Kinos: "Die Abenteuer des Prinzen Achmed", der erste abendfüllende Animationsfilm der Filmgeschichte.  Geschaffen von Lotte Reiniger im Jahr 1926, fasziniert der Film bis heute durch seine Poesie und Meisterschaft in der technischen Umsetzung. Knapp 100'000 Einzelbilder von kunstvoll gestalteten Scherenschnitten fügen sich zu lebendigen und geradezu dramatischen Filmszenen zusammen. Die originale Viragierung (Kolorierung) trägt das ihre zu der stimmungsvollen, meisterhaften Atmosphäre bei. Ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht, wie es märchenhafter nicht sein könnte!

 

Freitag, 13. Januar 2017, 20:00 Uhr, ev.-ref. Kirchgemeindehaus St. Georgen, St. Gallen.

 

www.stummfilmkonzerte.ch

www.wurlitzerorgel.ch

Fotos von Marie-Claire Desax



Laurenzen Orgel 2016

Zwei aus meiner Sicht visionäre Werke des Hochbarock und der Romantik stehen im Mittelpunkt meines Rezitals in St. Laurenzen: Bachs Präludium und Fuge in h-moll (BWV 544) und Liszts monumentale Fantasie über B-A-C-H. Dazwischen erklingt Regers "Benedictus", ein ungemein inniges und klanglich reiches Stück, sowie "Le Jardin Suspendu" von Jehan Alain, eine schwebende Meditation, die er selbst als "l'idéal perpétuellement poursuivi et fugitif de l'artiste" bezeichnet hat.

 

Donnerstag, 10. November 2016, 19:00 Uhr, Kirche St. Laurenzen, St. Gallen



Vesper mit Ivor Gurney und Pablo Neruda

Der englische Komponist Ivor Gurney hat in seinem kurzen Leben nur eine kleine Anzahl von Werken geschrieben. Geboren 1890 in Gloucester, diente er im 1. Weltkrieg und erlitt ein schweres Kriegstrauma. Die letzten 15 Jahre seines Lebens verbrachte er in einem "Mental Hospital". Seine Musik ist voller Poesie (in Grossbritannien ist er vor allem als Dichter bekannt) und harmonischem Reichtum. 

Der nur 14 Jahre nach Gurney geborene Pablo Neruda, obgleich aus einem ganz anderen Kulturkreis stammend, scheint mit seinen Texten den Puls der Musik aufzunehmen.
Eine exquisite Zusammenstellung zum Auftakt in die neue Staffel.

 

Freitag, 19. August 2016, 18:00 Uhr

Kirche St. Laurenzen, St. Gallen

Ivor Gurney
Ivor Gurney
Pablo Neruda
Pablo Neruda


Genève St. Pierre - Récital d'orgue

Nach 10 Jahren zurück in der Genfer Kathedrale mit einem Programm mit Schwerpunkt "neue Musik": Dance Nr. 4 von Philip Glass, mein Triptychon, und dazwischen das sensationelle e-moll-Präludium von Nicolaus Bruhns und "Orpheus" von Franz Liszt. 

 

Ich habe mich erneut sehr wohl gefühlt und insbesondere den merkwürdig weichen, grossen Hall in der Kirche sehr genossen - irgendwie scheinen die akustischen Bedingungen dort ganz speziell zu sein!



Vesper mit Maria Lutz-Gantenbein und Wolfgang Amadeus Mozart

Diese Laurenzen Vesper liegt mir besonders am Herzen, werden in ihr doch Gedichte von Maria Lutz-Gantenbein (1902-1986) gelesen. Die Dichterin war eine Freundin meiner Eltern, und ich habe manche Kindheitserinnerungen an sie. Mary-Lou, wie sie von nahestehenden Menschen liebevoll genannt wurde, hinterliess ein umfangreiches und vielfältiges lyrisches Oeuvre, das ich auch erst jetzt bewusst für mich entdeckt habe. Ihre Sprache ist kernig, kräftig, tief und in einer besonderen Weise zu Herzen gehend.

In der Vesper erklingt Musik von Mary-Lou's Lieblingskomponisten Wolfgang Amadeus Mozart.

 

Freitag, 1. April 2016, 18:00 Uhr

Kirche St. Laurenzen, St. Gallen

Maria Lutz-Gantenbein
Maria Lutz-Gantenbein
Wolfgang Amadeus Mozart
Wolfgang Amadeus Mozart


Vesper mit Samuel Barber und Hilde Domin

Durch sein "Adagio for Strings" ist er weltberühmt geworden - sein sonstiges Schaffen ist bis heute weitgehend unbekannt geblieben: Samuel Barber (1910-1981), einer der grossen amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Das Adagio erklingt denn auch in der Laurenzen Vesper, gepaart mit der Ballade Opus 46, komponiert im Jahr 1977. Das mit "restless" überschriebene Stück besticht durch harmonischen Reichtum und leidenschaftliche Kraft. - Die Texte stammen von Barber's Zeitgenossin Hilde Domin (1909-2004), der bedeutenden deutschen Lyrikerin.

 

Freitag, 4. März 2016, 18:00 Uhr

Kirche St. Laurenzen, St. Gallen

Samuel Barber
Samuel Barber
Hilde Domin
Hilde Domin


2. St. Galler Stummfilm-Konzerte mit: "Der Golem, wie er in die Welt kam"

Er ist einer der grossen deutschen expressionistischen Filme und machte Paul Wegener als Regisseur und Schauspieler weltbekannt: "Der Golem, wie er in die Welt kam" von 1920. Die Verfilmung einer alten jüdischen Legende thematisiert die Schaffung eines künstlichen Menschen aus Lehm, der sich erst als Hilfe zeigt, dann aber ausser Kontrolle gerät und eine Katastrophe anrichtet. In wunderschönen, kolorierten Bildern zeigt der 90minütige Film eine beeindruckende Vielschichtigkeit der Handlung - mit einem ebenso überraschenden wie berührenden Ende.

 

Freitag, 26. Februar 2016, 20:00 Uhr

Samstag, 27. Februar 2016, 16:00 Uhr

Ev.-ref. Kirchgemeindehaus St. Georgen, Demutstrasse 20, St. Gallen (Schweiz)

www.stummfilmkonzerte.ch

www.wurlitzerorgel.ch



Vesper mit Robert Schumann und Hermann Hesse

1853 schrieb Robert Schumann seine Gesänge der Frühe und widmete sie "der Hohen Dichterin Bettina", womit Bettina von Arnim gemeint war. Die 5 Stücke zählen zu seinen letzten Klavierwerken; er vollendete sie kurz vor dem Ereignis, das man damals als "geistige Umnachtung" bezeichnete, das jedoch gerade in jüngerer Zeit auch differenzierter betrachtet wird. Wie dem auch sei, die Gesänge der Frühe sind eines der geheimnisvollsten, sensibelsten und verletzlichsten Werke, die Schumann geschaffen hat, voller Poesie und innerem Reichtum. In der Laurenzen Vesper vom 18. Dezember 2015 stehen sie im Zentrum und verbinden sich mit Gedichten von Hermann Hesse, mit dem sie auf vielen Ebenen Verbindungspunkte haben.

 

Freitag, 18. Dezember 2015, 18:00 Uhr

Kirche St. Laurenzen, St. Gallen

Robert Schumann
Robert Schumann
Hermann Hesse
Hermann Hesse


Vesper mit Francis Poulenc und Paul Verlaine

Francis Poulenc's selten gespielte Klaviermusik in ihrem Spannungsfeld zwischen Klassizismus, Moderne und Salon und die melancholische und kraftvolle Lyrik von Paul Verlaine - diese fruchtbare Kombination ist in der heutigen Laurenzen Vesper zu erleben.


Freitag, 27. November 2015, 18:00 Uhr

Kirche St. Laurenzen, St. Gallen

Francis Poulenc
Francis Poulenc
Paul Verlaine
Paul Verlaine


Laurenzen Orgel

Eröffnungskonzert der neuen Reihe "Laurenzen Orgel" am 5. November 2015. Auf dem Programm stehen folgende Werke:


Felix Mendelssohn Bartholdy: Sonate in B-Dur

Franz Liszt: Orpheus

Herbert Howells: "Sarabande" und "Master Tallis's Testament" (aus "Six Pieces")

Bernhard Ruchti: Orgel-Triptychon


Eine schöne Besprechung davon, verfasst von Martin Preisser, ist am 7. November  im St. Galler Tagblatt erschienen. Zum Lesen einfach hier klicken.


Vesper mit Zdeněk Fibich und Ulrich Schaffer

Morgen Freitag findet die Laurenzen Vesper mit Musik von Zdeněk Fibich (1850-1900) statt. Dieser kaum bekannte tschechische Komponist war Schüler von Smetana und ein Kollege von Antonín Dvořák. Im Gegensatz zu den meisten Komponisten seiner Zeit verfolgte er kompositorisch einen ganz eigenen Ansatz: er schrieb eine Art musikalisches Tagebuch in Form unzähliger kurzer Klavierstücke. Ein musikalischer Gedanke, eine Melodie, ein Rhythmus formt sich jeweils zu einem pianistischen Kleinod.

Eine faszinierende Welt, und ich freue mich sehr auf diesen Anlass!


Freitag, 25. September, 18:00 Uhr, Kirche St. Laurenzen, St. Gallen