Das Werk gehört zum Standardrepertoire für Orgel: Franz Liszts Präludium und Fuge über den Namen B-A-C-H. Liszt schrieb das Stück im Jahr 1855 für die grosse Ladegast-Orgel im Merseburger Dom. Etwa 20 Jahre danach überarbeitete er das Werk, und diese spätere Version wird heute in Konzerten fast ausschliesslich gespielt.
Die frühere Fassung ist jedoch experimenteller und in vielerlei Hinsicht wie ein roher, ungehobelter Diamant. Sie zeugt von Liszts intensiver Beschäftigung mit der Orgel in dieser Zeit und zeigt, wie er die Mittel der Orgel für sich entdeckt, sich zu eigen macht und die orchestralen Qualitäten voll auszuschöpfen beginnt.
Diese faszinierende Urfassung steht im Zentrum meines Eröffnungskonzerts des diesjährigen 2. Orgelfestivals in St. Laurenzen. Das Stück klingt auf der Surround-Orgel fantastisch und ich freue mich enorm auf das Konzert!
Zu Beginn spiele ich zwei Stücke von Johann Sebastian Bach: seine Fantasie und Fuge in c-moll BWV537, die für mich eine grosse biografische Bedeutung hat: war es doch mein erster „grosser Bach“, den ich als junger Orgelschüler gegen den Willen meines damaligen Lehrers einstudiert habe. Dazu gesellt sich das wunderbare Choralvorspiel über „An Wasserflüssen Babylon“.
Ebenfalls auf dem Programm stehen Robert Schumanns tänzerische „Skizzen für Pedalflügel“ Opus 58 sowie ein neues „Intermezzo“ von mir.
Sonntag, 7. September, 16:30 Uhr: Konzerteinführung (Dauer ca. 30 Minuten)
17:30 Uhr: Konzert
Für das Konzert ist eine Platzreservation notwendig: Eventfrog.