Schumann A Tempo

Robert Schumanns visionäre Fantasie in C-Dur Opus 17 ist nun als dritter Teil des „A Tempo Projektes“ verfügbar. Aufnahmeort war der grosse Saal im KKL Luzern – was eine perfekte Akustik ebenso wie ausserordentliche Videoqualität bedeutet. Das Stück dauert in meiner Version knapp 50 Minuten. Diese lange Dauer bewirkt eine Grösse und Intimität, die ein ganz neues Licht auf das gesamte Werk werfen. Ein bislang ungehörter Schumann und ein grandioses Meisterwerk der Musikgeschichte.

Als Bonus erklingt auch die berühmte Träumerei – selbstverständlich „a tempo“ – sowie ein kurzes Stück aus eigener Feder.

Die Aufnahme ist wie immer begleitet von deutschen und englischen Einführungs-Videos. Alle Videos sind auf Youtube veröffentlicht. Zudem ist die Aufnahme als CD/DVD erhältlich.

Youtube-Playlist 
Das A Tempo Projekt
CD/DVD

The American-born Swiss pianist, Bernhard Ruchti, offers us a rather unusual and breathtaking rendition of Robert Schumann’s masterpiece, the Fantasie in C major, Op. 17. […] The liveliness of Ruchti’s version is mixed with a sense of artistic merit and musical splendor, for which it could be easily called a first-class performance. During the transitional pauses, greatly magnified by the pianist, one can feel a sense of suspense, anticipation, and unearthliness that is hard to come by these days.

Bohdan Syroyid Syroyid for musicweb-international

Liszt A Tempo

Der möglicherweise massgebendste Teil des A Tempo Projektes ist nun veröffentlicht: Die Aufnahme der monumentalen Fantasie und Fuge über „Ad nos, ad salutarem undam“ von Franz Liszt. Das Werk verfügt über eine einzigartige Überlieferung hinsichtlich Interpretation, Rezeption – und Tempo. Damit ist die Grundlage geschaffen für eine interpretatorische Spurensuche, für ein Erkunden von Liszts Ästhetik, wie es in dieser Direktheit bislang nicht erfolgt ist. Eine originale Dramaturgie wird sichtbar und erklingt auf derselben Orgel, auf der Liszt 1855 das Werk mit einem seiner Meisterschüler einstudiert hat. Und: die Aufnahme ist verbunden mit Filmaufnahmen aus dem über 1000jährigen Kirchenraum in Merseburg.

CD / DVD
„Ad Nos“-Film auf Youtube
Deutsche Einführung 
English Introduction 
Interview in Organists‘ Review, September 2020 (PDF)

A fascinating and enlightening project.

Donald MacKenzie for Organists‘ Review

Johann Sonnleitner im Gespräch

Ein Gespräch mit dem Cembalisten, Hammerklavieristen, Pädagogen und Komponisten Johann Sonnleitner. Der langjährige Weggefährte von Nikolaus Harnoncourt erzählt über seine Musikerkarriere und spricht vor allem über sein zentrales Forschungsgebiet: historische Tempi.

Eine Begegnung mit einem ausserordentlichen Musiker, Forscher und Menschen.

Aufgenommen in Zürich am 15. März 2019.

Playlist auf Youtube

Fotos: Andi Dietrich

Print-Release: Beethoven A Tempo

Das erste „Kind“ des A Tempo Projektes hat das Licht der Welt als CD/DVD erblickt: Beethoven A Tempo. Im Präsentationskonzert in der bestens gefüllten St. Laurenzen-Kirche in St. Gallen führte ich allgemein ins Projekt ein, stellte die Thematik spielerisch vor, und spielte dann – nicht Beethoven, sondern das Werk, das den dritten Teil des A Tempo Projektes bildet: Robert Schumanns wunderbare und leidenschaftliche grosse Fantasie in C-Dur Opus 17. 

Das Publikum liess sich von Schumanns Poesie verzaubern und lauschte diesen einzigartigen Klängen mit grosser Konzentration. – Und anschliessend gab es viele schöne Gespräche beim Crowdfunding-Tisch sowie beim CD-Tisch.

A Tempo Projekt 

Festival Look Into The Future II: Liszt A Tempo

Ein weiteres Konzert im Rahmen meines „A Tempo Projektes“: Am Abschlusskonzert des zweiten „Look into the Future“-Festivals in Burghausen/Raitenhaslach stand Franz Liszt grossartige Fantasie und Fuge über Ad nos, ad salutarem undam im Mittelpunkt.

Bereits zum zweiten Mal durfte ich an dem Festival auftreten und habe mich sehr über das Wiedersehen mit einigen bekannten Gesichtern gefreut! 

Orgelprojekt St. Laurenzen: Grünes Licht von der Kirchgemeinde

In der Kirche St. Laurenzen wird ein innovatives neues Orgelprojekt umgesetzt. Das Projekt umfasst die vollständige Beibehaltung der bisherigen Kuhn-Orgel und ihre gleichzeitige umfassende Erweiterung durch drei neue Pfeifenstandorte. Diese sind nach den drei Hauptklangfarben der Orgel gestaltet. Gegenüber der jetzigen Orgel, auf der Westempore, werden allem auf den Bassbereich fokussierende Prinzipalregister gebaut, auf der Südempore Flötenregister und auf der Nordempore Streicherregister. Die gesamte Anlage wird durch einen mobilen Generalspieltisch bedient, der für die Liturgie diskret auf die Seite und für Konzerte sichtbar im Taufsteinbereich der Kirche aufgestellt werden kann.

An der Kirchbürgerversammlung der ev.-ref. Kirchgemeinde St. Gallen Centrum vom 28. April 2019 wurde nach einer ausgiebigen Diskussion die beantragte Defizitgarantie mit überwältigender Mehrheit gutgeheissen. Bis 2022 dauerte die Detailplanung des Instruments. Ab Januar 2023 findet der Einbau statt.

Das Presse-Echo ist bereits sehr gross:

Die Kuhn-Orgel von 1978 in der Kirche St. Laurenzen, St. Gallen (Bild: Augustin Saleem)

Auf die Tiefe: ein irdisch‘ Fahrtenlied (De Profundis)

Der Live-Mitschnitt der Uraufführung meines Chorwerkes „Auf die Tiefe: ein irdisch‘ Fahrtenlied (De Profundis)“ ist nun auf Youtube veröffentlicht. Der Mitschnitt ist zu einem Kunstprojekt geworden: die Musik wird begleitet durch Fotos von Andi Dietrich, die in erstaunlicher Weise die Welt der Musik aufnehmen und so ein visuelles Gegenüber von grosser Ausdruckskraft schaffen. Ich freue mich ausserordentlich über das Ergebnis…!

Ein grosses Dankeschön an das ganze Team mit Cornelius Claudio Kreusch, Hans-Martin Buff und Christopher Link, an den Konzertchor St. Gallen, die SolistInnen und InstrumentalistInnen!

Friedrich Wilhelm Murnau: TABU

Murnaus letzter Film ist eines der stärksten und zugleich fragilsten Zeugnisse der Stummfilm-Zeit. Gefilmt 1929 und 1930 in der Südsee, beeindruckt das tragische Märchen durch eine nahezu magische Bildsprache und enorm sensible und stellenweise zärtliche Erzählweise. Der Film eröffnete die 5. St. Galler Stummfilmkonzerte am 18. Januar 2019. Gezeigt wurde er analog in der restaurierten 35mm-Kopie, und ich begleitete das Meisterwerk auf der Wurlitzer-Orgel. Das Publikum liess sich in den Zauber des Films hineinziehen….

www.stummfilmkonzerte.ch
www.wurlitzerorgel.ch

Ein neues Klavierstück

Im Rahmen meiner Beethoven A Tempo-Aufnahmen in St. Laurenzen ist auch diese Einspielung entstanden: ein kleinodisches Klavierstück, das ich dem Fotografen Andi Dietrich gewidmet habe. Er hat alle meine Bilder für „Liszt & The Black Hills“ und „Echoes from Chrysospilia“ gemacht und ist auch beim A Tempo Projekt massgeblich beteiligt. Seine Kunst ist ausserordentlich und ich bin sehr dankbar für diese nun schon jahrelange fruchtbare Zusammenarbeit!

Uraufführung von „Auf die Tiefe: ein irdisch‘ Fahrtenlied (De Profundis)“

Im Rahmen der „Laurenzen Konzerte“ fand am 7. September 2018 die Uraufführung meines Chorwerkes „Auf die Tiefe: ein irdisch‘ Fahrtenlied (De Profundis)“ statt. Das Stück ist für gemischten Chor, Vokalensemble sowie Instrumentalensemble geschrieben: Solo-Violine, 2 Hörner, Kontrabass, Perkussion und Orgel. Das Stück entstand aus Anlass des 500-Jahre-Jubiläums der Reformation und knüpft an die uralte Psalmentradition an. Textgrundlage ist eine moderne Aufnahme des berühmten Psalms 130 „De Profundis“, die der luxemburgische Schriftsteller Bernd Marcel Gonner auf meine Bitte hin gedichtet hat. Aus dem traditionellen Busspsalm ist in seiner Sprache ein eigenständiges, wildes, zärtliches und sehr freies Lied an jene Dimension geworden, die das Leben jedes Menschen in irgendeiner Form prägt.

Konzertchor St. Gallen

Ursina Leuenberger, Sopran; Maja Hermann, Alt; Jens Weber, Tenor; Bernhard Bichler, Bass

Elisabeth Kohler, Violine; Grigori Katz, Kontrabass; Sebastian Schindler und Brigitte Halter, Horn; Hans Peter Völkle, Pauken und Perkussion; Bernhard Ruchti, Orgel

Dirigent: Roman Digion

Konzertkritik von Bettina Kugler
Vorschau in den „Saiten – Ostschweizer Kulturmagazin“ 
Vorschau im St. Galler Tagblatt 
Mitschnitt der Uraufführung

Fotos © Augustin Saleem